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Rathaus Köpenick

Das Köpenicker Rathaus wurde zwischen 1901 und 1905 für die damals eigenständige brandenburgische Stadt Cöpenick erbaut. Seit 1982 steht es unter Denkmalschutz.
Der für das Köpenicker Stadtbild wichtige Turm kennzeichnet gleichzeitig den Haupteingang, an dem die Statue des "Hauptmanns von Köpenick" steht, der 1906 durch die weltberühmt gewordene "Köpenickiade" des Schusters Wilhelm Voigt bekannt wurde.
Der Eingangsbereich erinnert an ein mittelalterliches Kloster. Das Haupttreppenhaus mit einer dreiarmigen Treppe zwischen in Sandstein gehauenen romanischen Säulen, deren einzelne Kapitelle vom Kopf eines Fischers, eines Stadtschreibers, eines Stadtpolizisten und eines Maurers geschmückt werden, weist nach außen bleiverglaste Fenster auf, die in Ornamenten Bilder des städtischen Gewerbelebens zeigen.
Die Gewölbe der Podeste und Korridore sind als Kreuzkappengewölbe gearbeitet. In den Wänden sind Schmuckfliesen mit Jugendstilornamenten eingearbeitet, die neben den sonst historisierenden Formen auf den gerade aufkommenden Zeitgeschmack der Erbauungszeit verweisen.
Herausragend nach außen ist die im Stile der märkischen Backsteingotik gestaltete Außenfassade mit Rathenower Verblendsteinen. Diagonal gestellt erhebt sich zur Einmündung Rosestraße /Alt-Köpenick der Eckturm mit Rathausuhr.
Der historische Stadtverordneten-Sitzungssaal mit kunstvollen Holzarbeiten und nur teilweise noch in der ursprünglichen Fassung erhaltenen Monumentalfenstern bildet die Krönung der Ausstattungsarbeit. Die Bleiglasfenster des Sitzungssaales stellten ursprünglich zum Luisenhain gerichtet Szenen aus dem Wäscherei- und Färbereiunternehmen W. Spindler dar, dessen späterer Eigentümer Carl Spindler auch Ehrenbürger der Stadt Köpenick war.